Fragen zur Zeit

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Todesursache: Antirassismus

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Johannes Konstantin Poensgen
Juni 03, 2026
∙ Bezahlt

Die Polizei hätte Henry Nowak nur retten können, wenn sie unterschiedliche ethnische Gruppen unterschiedlich behandeln würde. Das ist im derzeitigen Rechtsstaat Anathema.

(CCTV, Public domain, via Wikimedia Commons)

Eine amerikanisches Sprichwort unserer Tage lautet: Gleichheit vor dem Gesetz bedeutet, daß die Polizei jeden behandelt, als hätte er einen IQ von 70 und ein schweres Aggressionsproblem. Dadurch sterben tatsächlich immer wieder Menschen. Der grausigste Fall dieser Art ereignete sich am 18. Januar 2016. Der 26-Jährige Daniel Shaver hatte in seinem Hotelzimmer in Arizona sein Luftgewehr ausgepackt. Passanten alarmierten die Polizei und ein SWAT-Team stürmte das Gebäude. Shaver kam sichtlich betrunken, ohne Gewehr den Korridor entlang.

Auf dem Video der Einsatzkamera sieht man, wie die Polizisten Shaver mit vorgehaltenen Waffen über einen Zeitraum von fünf Minuten befehlen, sich hinzuknien, sich hinzulegen, dann wieder aufzustehen und wieder von vorn. Nachdem die Beamten ihm befohlen hatten, auf allen Vieren zu ihnen zu kriechen, griff Shaver nach seiner rutschenden Jogginghose. In diesem Moment erschoß ihn ein Polizist namens Philip Brailsford. Brailsford erklärte vor Gericht, er habe gefürchtet, Shaver würde nach einer Pistole greifen. Er wurde freigesprochen und wieder für 42 Tage in den Polizeidienst aufgenommen, um eine Invalidenrente wegen PTSD beantragen zu können, mit der er dann in Rente ging. Der Schuß mag in dieser konkreten Situation unentschuldbar gewesen sein, aber es kommt in den Vereinigten Staaten bei Schwarzen so häufig vor, daß sie selbst mit mehreren Pistolen im Gesicht noch versuchen, nach einer Waffe zu greifen, daß paranoide Vorsicht Eingang in die Dienstvorschriften fand. Da in den Vereinigten Staaten Diskriminierung anhand der Rasse streng verboten ist, gelten diese Vorschriften für alle. Nicht nur für Gewohnheitsverbrecher aus der Hood, sondern auch für einen jungen Familienvater mit zwei Töchtern, der offenkundig betrunken, aber keine Bedrohung ist.

Im Fall des ermordeten Briten Henry Nowak sehen wir den gegenteiligen Effekt. Nowak starb, weil die britische Polizei den Clan des Mörders behandelt hat, wie sie es mit weißen Briten getan hätte. Sie haben den am Tatort anwesenden Sikhs grundsätzlich erst einmal geglaubt und sie nicht prinzipiell als Tatverdächtige behandelt.

Die Polizisten, denen nun massive Vorwürfe gemacht werden, haben professionell alles richtig gemacht. Das ist wohl auch der Grund, aus dem das Video der Einsatzkamera nun veröffentlicht wurde: Es entlastet die Polizisten vollständig. Sie kommen an den Einsatzort, dort sind ein Haufen Sikhs, unter ihnen Vickrum Digwa, der Mann, von dem später herauskommt, daß er Nowak abgestochen hat. Sie sprechen mit einem der Sikhs, der ihnen zeigt, wo Nowak liegt. Daß die Sikhs Nowak dort schon längere Zeit festgehalten haben, ohne einen Krankenwagen zu rufen, wissen die Polizisten nicht. Die Polizisten waren von Digwas Bruder zum Tatort gerufen worden, der ihnen erzählt hatte, sein Bruder sei von einem Weißen rassistisch angegriffen worden. Die Polizisten fragen Vickrum Digwa, ob er verletzt sei, dieser bejaht das, er sei am Auge verletzt worden, was in der Dunkelheit schwer zu überprüfen ist. Nowak liegt halb bewußtlos zwischen einem Auto und einer Wand. Die Polizisten ziehen ihn dort heraus und legen ihm Handschellen an. Er ist sehr bleich, aber eine Blutlache oder auch nur eine Stichwunde ist in der Aufnahme nicht zu sehen. In diesem Zusammenhang sollte man nicht vergessen, daß Nowak nach der Stichverletzung noch über eine Stunde gelebt hat. Das Blut ist größtenteils nach innen gelaufen. Als Nowak erklärt, er sei abgestochen worden, fällt dann der Satz: „Don’t think you have, mate.“ Man sieht aber, daß die Polizisten trotzdem sofort nach einer Stichverletzung suchen. Die Polizisten sehen aber, daß es ihm offenbar sehr schlecht geht, und sie bringen ihn in Seitenlage. Das Video endet damit, daß eine Polizistin erklärt, einen Krankenwagen rufen zu wollen. Der Notarzt kam dann zu spät.

Fachlich ist den Polizisten keinerlei Vorwurf zu machen. Was hätten sie anders machen können? Nun, sie hatten folgende Information: Da ist ein Weißer und ein Haufen Nichtweißer und es gibt Streß.

Wenn ihre erste Reaktion gewesen wäre: „Wir ziehen den Weißen da raus. Um alles andere kümmern wir uns später.“, dann könnte Henry Nowak noch leben. Das wäre die Einstellung, die notwendig wäre, um Angehörige individualistischer Völker wie unserer vor den Angehörigen von Clangesellschaften zu schützen.

Nur ist das in einem Rechtssystem, das sich die Gleichheit vor dem Gesetz auf die Fahnen geschrieben hat, absolut Anathema. Das Verhalten von Menschen aus kollektivistischen Clangesellschaften ist in diesem System nicht vorgesehen. Das Problem des Rechtsstaates ist hier wie überall, wo er auf andere Völkerschaften trifft als diejenigen, die ihn hervorgebracht haben, daß er sich nicht auf deren Mentalität einstellen kann, ohne seine eigenen Prinzipien aufzugeben.

Die Gleichheit vor dem Gesetz, also auch die Gleichbehandlung durch die Vertreter des Staates, ist natürlich zu einem guten Teil immer Fiktion, gerade bei der Polizei.

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